Nacht der Ideen 2011 – Nachlese

Eine Schule verwandelt sich –
Zabelgymnasium wird bei der „Nacht der Ideen“ zur Kunstzone

Gera (OTZ/Schmidtke).

Die erste Überraschung lauert am Eingang. Statt profaner Begrüßung bitten die Zabelschüler um die schönste Frage: Was kostet die Welt? Liebst du mich? Wie geht es dir? Nachdenken statt sich berieseln zu lassen. Weiter geht es auf Kunstpfaden durch das Schulhaus. Auf den Boden geklebte Pfeile weisen den Weg vorbei an Staffeleien mit Street-Art, Fotografie und Collagen bis hoch hinauf zu verwandelten Klassenräumen und einer Aula, die zur großen Bühne wird.

Auch die 9. „Nacht der Ideen“ am Zabelgymnasium in Geras Innenstadt hat am Freitagabend eine große Palette von bildender Kunst, Theater, Musik und Literatur gezeigt. Die Schule hat damit eine Tradition weitergeführt. Auch in diesem Jahr lebten die Schüler der neunten bis zwölften Klassen zum Ende des ersten Halbjahrs ihre Kreativität aus.  Ohne Vorgaben, ein Thema oder Motto. Anregungen gab es im Unterricht, entstanden sind die Arbeiten aber zumeist zu Hause.  „Wir wollen damit Begabungen fördern und die Schüler anregen, kreativ zu sein“, schildert Deutschlehrerin Christine Selle.

So sind etwa Collagen entstanden, die das Verhältnis von Mensch und Natur beleuchten: In tristem Schwarz und starkem Rot ist eine dreidimensionale Umsetzung von Edvard  Munchs „Schrei“ zu sehen. In einem anderen Zimmer offenbart sich eine ganze andere, fröhliche Seite des Lebens: hier wird die Tafel zur Projektionsfläche für Wünsche. Spaß und Glück sind zu lesen. Elisabeth Strauß fügt „Bananasplit“ hinzu. Statt des Eisbechers hätte sie sich auch weniger Lampenfieber wünschen können, doch nervös ist die Elftklässlerin nicht − obwohl sie eine ihrer Kurzgeschichten vor Publikum lesen wird.

Doch vorher gibt es Gitarrenmusik und Theater in der Aula. Die jungen Spieler erhalten für ihr Stück um Freundschaft und Intrigen an einem Internat tosenden Applaus. „Das ist heute Abend nicht mehr unsere Schule“,  so das Fazit einer Gruppe von Neuntklässlern. Für sie war diese „Nacht der Ideen“ die erste und ganz sicher nicht die letzte.

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