Wasserfahrlager des Zabelgymnasiums Gera 2011

Die Teilnehmer am diesjährigen Wasserfahrlager setzten hohe Erwartungen und erlebnisreiche Ausbildungstage voraus, denn im vergangenen Jahr musste infolge Überflutung und extremer Kälte das Fahrlager abgesagt werden, obwohl alle organisatorischen Voraussetzungen erfüllt waren. Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichte das Team den Campingplatz Wangenheim. Beim Zurücklegen der letzten Wegstrecke, zu Fuß, waren für einige Teilnehmer schon 1000 Meter zu viel. Ich schreibe mal die Meterzahl, weil 1 Kilometer so klein bzw. gering klingt.

Ein Surfbrett ist ein vielseitig einsetzbares Sportgerät und zum Befahren großer und kleiner Wellen oder Wasserflächen gut geeignet. Bis zur Perfektion bedarf es aber viel Zeit zum Üben, großer Ausdauer, um Wind und Wellen zu beherrschen und dem Wissen, dass man nur mit und nicht gegen die Naturgewalten erfolgreich sein kann.

Trotz der vielfältigen Möglichkeiten und Besonderheiten ist Windsurfen ein Sport, der leicht und schnell zu erlernen ist. Kippstabile Bretter, leichte und in verschiedenen Größen verfügbare Segel, sowie eine entsprechende Kälteschutzbekleidung erleichtern den schnellen Erfolg. Neben den materiellen Voraussetzungen braucht man aber auch einen Surflehrer, der das „Surf-ABC“ beherrscht und es sehr gut versteht, das Wesentliche verständlich zu erklären und in manchen Fällen immer wieder neuen Mut zu vermitteln. An dieser Stelle vielen Dank an Jochen Pätz, der all das in sich vereint. Immer einen Tipp parat, wie man noch schneller, sensationeller und freudvoller surfen kann!

Am diesjährigen Surflager nahmen Schüler der 6. – 11. Klasse teil. Neben Ein – und Aufsteigern, das sind Bezeichnungen für Neulinge im Surfsport, nahmen Wiederholungstäter teil, denen das Surffieber vor zwei Jahren injiziert wurde und die in den Folgejahren weitersurften. So fahren diese Surfer, Philipp und Max, bereits 5,5 – 6,8m² Segelfläche bei Windstärke 4, was enormen Vortrieb – Geschwindigkeit – bringt , Kraft fordert und einen absoluten Spaßfaktor erzeugt.

Von den Aufsteigern haben 7 Schüler die Qualifikation zum VDWS-Windsurfing-Grundschein erreicht und damit theoretisches und praktisches Wissen und Können bewiesen. Inhalte sind Fahrmanöver – Richtungswechsel, Wenden, Anfahrmanöver, Bremsen – sowie theoretisches Wissen, wie Umweltregeln am / im Wasser, Ausrüstungscheck, Strömungen und Windrichtungen, Notsituationen, Vorfahrtsregeln auf dem Wasser, etc.

Herzlichen Glückwunsch!!!

In der Freizeit spielten die Schüler Tischtennis oder Fußball, paddelten auf den Surfbrettern über den Stausee, surften freiwillig und begeistert vor oder am Wind oder verzehrten eine von vielen 5-Minutenterrinen.

„Lagermeister“ Herr Stumpf organisierte den erfolgreichen Ablauf des Lagerlebens, hatte aber auch genügend Zeit seine Surffähigkeiten und ~ leidenschaften zu schulen und zu befriedigen. Auch  verfolgte er über 28 km auf einem MZ – Gespann in nasser Neoprenkleidung, mit Schuhen voller Wasser, den Pizza-Mann, der leider 30 Minuten in vergessener Weise, am Eingangstor des Campingplatzes wartete und 20  bestellte Pizzen verkaufen wollte. Es handelte sich hierbei um eine der wenigen erfolgreichen Verfolgungsjagten, denn alle Beteiligten kamen zu ihrem Vorteil.

Die Ursache für das totale Vergessen der lebensnotwendigen Ernährungsregeln war der erstmalige Einsatz eines Tandemsurfbrettes, welches mit 2 Riggs und 2 Surfen bestückt ist. Diese sensationelle „Jungfernfahrt“ wurde von Jochen Pätz und Volker Stumpf erfolgreich absolviert und wird wohl für alle Ewigkeit als absolutes Hightlight in Erinnerung bleiben. Erfolgreiche Nachnutzer waren Max Coch und Martin Reuter, die ebenfalls Teamgeist und technisches Können bewiesen und das Tandembrett sicher beherrschten.

Einstimmige Meinung:         „ Absolute Spitze!“

Ein weiterer Höhepunkt war der Einsatz des SUP – Paddels. Das SUP-Paddel wird eingesetzt beim Wellenreiten und bringt den Anfänger erfolgreich an die Welle. Für Anfänger, die noch nie oder wenig Kontakt mit einem Surfbrett hatten, ist das Aufstehen  auf einem Board so selbstverständlich.

Mit dem langen SUP – Paddel aufrecht stehend über eine kleine oder große Wasserfläche zu paddeln, macht Spaß, schult das Gleichgewicht und die Koordination, kräftigt die gesamte Muskulatur und führt Surfer und Nichtsurfer in die wunderbare Welt des Paddelsurfens.

Ich wünsche mir für das kommende Schuljahr, dass wiederum interessierte Schüler diese Gelegenheit wahrnehmen, erfolg – und abwechslungsreich ihre Freizeit zu gestalten, Grundelemente / Basiswissen des Windsurfens zu erlernen, gemeinsam ein Zeltlager zu realisieren und sich gegenseitig unterstützen und motivieren.

Meine Meinung:        „Es war anstrengend, aber den Aufwand wert!“

Vielen Dank auch an Fam. Penninger, die den Rücktransport der Ausrüstung übernommen hat, und Frau Dräger, die immer ein gutes Wort und ein offenes Ohr für unsere Schüler hat.

Sportlehrer Volker Stumpf

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