Zabelianer verabschieden ihre Hausmeisterin in den Ruhestand

mai juni2015 u. utas verabschiedung 050

Die Hausmeisterin des Schiller-Hauses, Frau Bartsch, trat am 09.06.2015 Ihren letzten Arbeitstag vor dem wohlverdienten Ruhestand an. Schon 17 Jahre arbeitete Sie an unserer Schule und gab jeden Tag ihr Bestes.

„Hausmeister…“, denkt man sich, „…ist doch eigentlich kein anspruchsvoller Beruf!“. Und: Man denkt falsch! Wie wir am Beispiel von Frau Bartsch sahen, ist es viel mehr: Täglich war sie schon am frühen Morgen in der Schule erschienen und begrüßte die (aufgrund der Tatsache des Schulbesuchs) teilweise schlecht gelaunten Schüler mit guter Laune und einem freundlichen „Guten Morgen“. Immer, wenn Not am Mann war, war sie, mit Hilfe des „Bartsch-Rufes“ (dreimaliges, kurzes Klingeln) sofort zur Stelle.

Auch, wenn man sie nicht rief, war sie immer am Arbeiten. Sie sorgte sich um die Wuchshöhe des Rasens, darum, dass immer Seife und Handtücher an den Waschbecken verfügbar sind, und vor allem darum, verlorene Gegenstände wiederzufinden. Mit Engelsgeduld half sie dabei, manch verlorene Sporttasche, Jacke etc. etc. zu suchen. Aber halt: Das Wort „manch“ ist doch dabei deplatziert! Hat mal jemand alle Fundstücke gezählt?! Ich bin mir sicher: man würde des Zählens müde werden, so viele waren es! Aber sie hatte noch mehr zu tun: Sie kümmerte sich ausgiebig darum, dass die Hausordnung eingehalten wird! Freundlich, aber bestimmt wies sie uns an, selbigen zu folgen – natürlich nur zu unserer Sicherheit. Nie werden wir ihren berühmt-berüchtigten Hinweiston „Eu“ vergessen.

Trotz alledem wurde sie von der ganzen Schule am Dienstag, dem 09.06.2015 feierlich verabschiedet. Schüler und Lehrer bemühten sich, ihr einen wunderschönen letzten Tag zu bescheren: ein Kuchenbasar wurde organisiert, Schüler sangen, „DANKE“-Schilder wurden gezeichnet und als Höhepunkt wurde von eine Ehrenrunde mit der (ausgepolsterten) Schubkarre auf dem Schulhof gedreht.

Wir Schüler waren uns einig „Kein Bartschomobil kann sie ersetzen!“.

Im Kunstunterricht hatte die Klasse 7c die Aufgabe, ein Dokument (zum Schmunzeln) zu verfassen, in dem jeder einen Satz schrieb und welches dann immer weiter gereicht wurde:
„Neulich, als ich durch das Schulhaus ging,  dachte ich darüber nach, wie alt diese schöne Schule schon ist und wieviel Arbeit dahintersteckt. Sie mussten bestimmt sehr viel arbeiten, um ein solches Ansehen als Hausmeisterin zu erhalten; sie haben sich an dieser Schule einen guten Namen gemacht. Wir werden sie alle sehr vermissen. Erinnern Sie sich noch an den Blumentopf, welcher des öfteren Nervenzusammenbrüche auslöste, da ein […] Schüler ihn mit Absicht aus dem Fenster warf? Mitten ins Lehrer-Kollegium! Zum Glück blieb aber die Blume unversehrt.“
„Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie eine sehr gute Arbeit gemacht haben. Leider ist für jeden, obwohl er evtl. gerne arbeitet, einmal Zeit, um in den Ruhestand zu gehen. Das ist nicht schön; vielleicht doch? Wir Schüler können das nicht wissen! Auf jeden Fall haben Sie nun Zeit um sich z.B. um Ihre EIGENEN Blumen zu kümmern.  Erleben Sie viel in ihrer Zeit und machen Sie’s sich schön. Sie strahlen immer, egal wie (schwer) das für Sie war; Sie haben uns immer geholfen; wir werden Sie vermissen.“
„[…] Sie haben unsere Schule sehr gut instand gehalten. Das ist gut so gewesen. Und das bleibt auch hoffentlich ohne Sie so, aber es wird sicher schwer werden. Aber wir werden es bestimmt schaffen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß als Rentnerin!“
„[…] Ich erinnere mich noch an die nette Aufgabe, die Sie mir gegeben hatten. […] Laub wegfegen musste ich! Eine tolle Aufgabe war das. Obwohl alle Schüler selbige fürchteten, gefiel sie mir doch. Wir wollen Ihnen mit diesem Brief danken und wollen sie in Ruhe und Frieden ihr Leben als Rentnerin verbringen. […]“
„Ich wünsche Ihnen viel Spaß in Ihrem wohlverdienten Ruhestand. Wir mochten Sie sehr, trotz lauten Worten – Ihrer- und unsererseits. Wir glauben, dass Sie in Ihrem Ruhestand nicht mehr laut sein müssen. […] Ob der Schulhof weiterhin so ordentlich bleibt? Ohne Sie wird selbiger in Müll versinken! Keine Blumen strahlen mehr; alles wird grau – es muss gestrichen werden!“

„‚Wir  vermissen sie!‘ – Und schon gar nicht kann sich ein Schüler ausmalen, dass das Mobil der Held einer Hand-Rettungstat werden würde. Evelina zweifelt daran,dass ‚Bartschomobil‘ in der dritten Etage ankommen könnte, nach allen beäugten Sportbeuteln, um auf der letzten Garderobenleiste fündig zu werden. Und würde aus verantwortlicher Sicht einer Frau Bartsch das Mobil die Mädchen ‚gnadenlos‘ von der Toilette zur Hofpause scheuchen??? …oder sogar die Bitte mit einem freundlichen ‚EY‘ einleiten, sich eine Jacke überzuziehen!? Da soll doch einmal ein schüler geantwortet haben: ‚Brauche ich nicht, ich trinke jeden Morgen Actimel!‘ Sicher könnte Frau Bartsch ein kleines Buch darüber schreiben-Wäre schön…“

Seit Mittwoch, dem 10.06.2015 hat dann Herr Witschowitz die Aufgabe des Hausmeisters und mit uns Schülern fertig zu werden.

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