Rhythmus gibt’s an der Abendkasse!

Probelager  12.02.2017-17.02.2017

„Rhythmus gibt’s an der Abendkasse! Das ganze nochmal von vorn!“ Genervte Blicke und ein lautes Stöhnen später wurde das Lied abermals wiederholt. Da wir Frau Runge an den Rand der Verzweiflung brachten,  waren ihre aufheiternden Sprüche wohl berechtigt. In verschneiten KiEZ „Waldpark Grünheide“  trafen sich alle Mitglieder der Instrumentalgruppe, um gemeinsam für kommende Auftritte zu proben und ihre musikalischen Fähigkeiten zu verbessern. Wir bekamen einen wunderschönen gemütlichen Proberaum zur Verfügung gestellt, den wir gleich am ersten Tag mit Notenheften, Fußbänkchen und den verschiedensten Instrumenten vollkleisterten. In der darauffolgenden Woche  wurde fleißig geübt, was viele Schüler zu Schweißausbrüchen trieb, nicht nur wegen des nicht verstellbaren Thermostats, der gefühlte 30°C  konstant im Raum hielt…

Trotz der vielen Proben haben sich unsere Lehrer immer wieder tolle Beschäftigungen für uns herausgesucht, damit wir auch etwas anderes als schwarz – weiße Notenblätter sahen. Am Abend des zweiten Tages demonstrierte uns Herr Petzold eindrucksvoll,  wie man immer wieder dieselbe Anzahl Kegel beim Bowling umwerfen kann, was natürlich an den „zu kleinen Kugeln“ und an der „schief gebauten Bahn“ (Originalzitate) lag. Auch in den nächsten Tagen bewältigten wir nachmittags unterschiedliche sportliche Betätigungen, z.B. Volleyball, Basketball und Badminton, was besonders gut bei den Jungen ankam.

Ein besonderes Highlight stellte eine Wanderung durch den kniehohen Schnee nahe unserer Unterkunft dar. Während die eine Gruppe noch mit gerunzelter Stirn und vermeintlich schweren Stücken kämpfte, stapften die anderen heiter durch die Winterlandschaft und ließen  sich die eine oder andere Schneeballschlacht nicht entgehen, obwohl vor allem die  mit leichterer Bekleidung schnell blaue Lippen und rote Wangen bekamen. Sogar unser Lehrer bekam einige Schneebälle ab, die dann doppelt zurückgeflogen kamen, sehr zur Freude von uns Schülern. Kaputt, aber mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht tappten wir aus dem Wald zum Abendbrot, welches an jedem Tag so umfangreich und vielfältig war, dass wir uns wie in einem 3 Sterne Restaurant vorkamen, sowohl für Nörgler als auch Allergiker und Vegetarier war immer etwas dabei.

Am Donnerstag schlitterten wir nach dem Mittag auf einem aalglatten Wanderweg der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz entgegen. Sigmund Jähn, der erste deutsche Raumfahrer wurde in dieser Gemeinde am 13.02.1937  geboren und hatte 1978 an Raumflug der  Sojus – Mission der UdSSR teilnehmen dürfen. Deswegen ist das kleine Vogtlanddorf heute weltbekannt. Handyblitze, Videoaufnahmen und ein paar Päckchen Astronautennahrung später waren alle versorgt und mit leckeren(?) Souvenirs für die Familie ausgestattet. Wieder zurück in der Jugendherberge wurden einige Videoufnahmen von unseren musikalischen Fortschritten gemacht, sehr zur unserem Leidwesen und zur Belustigung der beiden Lehrer, da Missklänge, schiefe Töne und eine (leichte) „Polyphonie“  nicht immer ausgeschlossen werden konnten.

Der traditionelle Abschlussabend konnte auch dieses Mal realisiert werden. Partyspiele wie der König von Siam oder vermeintlich kinderleichte Konzentrationsspiele lösten allgemeine Begeisterung aus, auch die dargebotenen Knabbereien wurden von uns nicht verschmäht.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren beiden Lehrern bedanken. Wir wissen, das Nerven aus Stahl nicht unbedingt immer bei uns ausreichten und auf einige herausfordernden Fragen sehr schlagfertige Antworten nötig waren. Nun wieder im Schulalltag können sie sich endlich von uns Halbstarken erholen. Ein großes Dankeschön für die tolle Fahrt, die Unternehmungen und das Anspornen bei so manchen komplizierten Musikstücken!

P.S.: Und übrigens- vielen Dank für die anonymen Spenden, die uns bei der Finanzierung des Probenlagers 2017 geholfen haben!

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