Abschlusssfahrt Krakau 27.03.17-31.03.17

Abschlussfahrt nach Krakau, Polen- dieser Satz hat bei den meisten Schülern der 12. Klasse des Zabelgymnasiums zunächst keine Begeisterung hervorgerufen. Dennoch sind alle froh, überhaupt fahren zu können und so macht sich die ganze Truppe am Montagmorgen zusammen mit Frau Runge, Frau Zündorf und Herrn Petzold gegen sieben auf den Weg in Richtung Polen.

Zwar waren immer noch nicht alle restlos von unserem Reiseziel überzeugt, aber ich denke,  ich bin nicht die Einzige, die auch im Nachhinein beim Erwähnen der polnischen Stadt schmunzeln muss. What happens in Krakau, stays in Krakau, allerdings gibt es trotzdem sehr viel zu erzählen.

Noch am Abend der Ankunft machten sich alle auf den Weg in die Altstadt, um ein erstes Mal die neue Umgebung zu erkunden. Viele der Schüler, mich eingeschlossen, waren sehr überrascht von der Sauberkeit in den Straßen  sowie der Schönheit der Stadt.

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts lernten wir durch einen sehr ausgiebigen Stadtrundgang und die Besichtigung des Stadtschlosses „Wawel“ Krakau ein bisschen besser kennen. Die Ersten wagten sich während der Besichtigung des jüdischen Viertels an die, vom Guide empfohlene, polnische Spezialität „Zapiekanka“ und waren größtenteils sehr positiv angetan. Nach der sechstündigen Wanderung durch die Altstadt, tat allen anschließend die Freizeit zum Ausruhen mehr als gut.

Das Vorhaben, wenigstens an  einem Tag zeitig ins Bett zu gehen,um am nächsten Morgen ausgeruht zum Frühstück zu kommen, wurde von vielen Schülern schnell wieder über Bord geworfen und so sah man einigen die letzte Nacht noch deutlich in den Knochen stecken, als sich alle bereits 6.30 Uhr zum Frühstück trafen. Am dritten Tag unserer Reise fuhren wir in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Obwohl sich alle Mitreisenden der Grausamkeit der Naziverbrechen bewusst waren, war es dennoch ein Schock den Ort zu besuchen, an dem mehr als eine Millionen Menschen ums Leben kamen- von Deutschen umgebracht. Mit gedämpfter Stimmung und nachdenklichen Minen verließen wir das Gelände und machten uns auf den Rückweg nach Krakau, wo wir die restliche Freizeitgestaltung in die eigene Hand nehmen durften.

Den vierten und damit bereits vorletzten Tag begannen wir mit einer Busfahrt durch den Krakauer Berufsverkehr zum nahegelegenen Salzbergwerk „Wieliczka“. Die Führung begann mit dem Abstieg über 400 Stufen, was bei nicht wenigen Schülern den inneren Rentner zu Tage förderte. Die unglaubliche Größe und die Schönheit der ganz aus Salz errichteten Säle erinnerte stark an eine „Der Herr der Ringe“-Filmkulisse. Mich persönlich hätte es nicht gewundert, wenn Gandalf kämpfend mit dem Balrog von Moria in den unterirdischen See gestürzt wäre. Nach langer Diskussion über eine geplante Wanderung rettete uns Schüler Ferry ,der Busfahrer, der sich schlicht und einfach mit der Entfernung nach Zakopane verkalkuliert hatte. So blieb uns bei angenehmen Temperaturen ein letzter freier Nachmittag in Krakau, den alle auf ihre eigene Weise gestalteten.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am Freitag zurück in Richtung Heimat, wo alle schon von Eltern und Freunden sehnsüchtig erwartet wurden.

Die schöne Abschlussfahrt und der vorangegangene Abischlussmusiabend  trugen  meiner Meinung nach maßgeblich zum Zusammenwachsen unserer Jahrgangsstufe bei. Vielen Dank an dieser Stelle bei den Organisatoren der Fahrt, die uns diese vielen schönen Momente und gemeinsamen Erlebnisse erst möglich gemacht haben.

 

Nathalie Fischer A17 De3

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