Auswertung Elternumfrage – Online – Unterricht am Zabelgymnasium

Sehr geehrte Eltern,

vielen Dank für die konstruktiven Rückmeldungen zu unserer Umfrage. Wir sind uns bewusst, dass der Umstieg in eine digitale Beschulung einer kompletten Schülerschaft aus dem Kaltstart nicht problemlos verlaufen kann.

Trotz der Mittel aus dem Digitalpakt ist an unserem Gymnasium noch nicht die technische Voraussetzung geschaffen die Schüler online zu beschulen. Ebenfalls sind wir uns bewusst, dass die digitalen Voraussetzungen in vielen Haushalten unserer Schüler und auch Lehrer dieser erhöhten Anforderung nicht gewachsen sind. Deshalb haben wir am Wochenende vor der Schulschließung organisiert, soviel Material, wie in dieser kurzen Zeit möglich war, den Schülern auch in nichtdigitaler Form zu übergeben. Für alle digitalen Möglichkeiten sind wir an den Datenschutz gebunden, so dass eine Nutzung von Diensten wie Skype nicht möglich ist. Ebenso können wir viele gutgemeinte Angebote nicht nutzen, da für Verträge der Fachdienst der Stadt zuständig ist.

Mittlerweile haben wir an mehreren Problemstellen bereits nachjustiert. So konnte die Plattform petzold24.de verstärkt genutzt werden. Dank Sachspenden war es uns möglich, 2 Räume für Videokonferenzen umgestalten, diese Räume fehlen dann allerdings im Prozess der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes in Kleingruppen.

Hinsichtlich der Aufgabenstellungen und der Feedbackkultur bemühen wir uns stärker um Absprachen unter den Fachlehrern. Die Aufgaben sollen mit Zeitvorgaben und Abgabetermin versehen werden. Alle Lehrer sind über das Kontaktformular der Homepage erreichbar.

Da uns der Distanzunterricht noch eine ganze Weile begleiten wird, hat das TMBJS unter dem Link https://bildung.thueringen.de/bildung/lernen-zu-hause nützliche Anregungen für den Unterricht zu Hause zur Verfügung gestellt. Natürlich ersetzen diese die Arbeit unserer Lehrer nicht.

Trotz einiger personeller Probleme können Sie sich darauf verlassen, dass wir alles unternehmen, Möglichkeiten zur Unterrichtsabsicherung in Zusammenarbeit mit dem Schulamt und auch der Elternvertretung zu schaffen. Da uns leider im Fachbereich Deutsch ca. die Hälfte des Personals ausgefallen ist, stellt dies alle Beteiligten vor extrem hohe Anforderungen. Eine bereits im Januar zugesicherte befristete Einstellung konnte nicht besetzt werden. Nach Änderung in eine unbefristete Ausschreibung wurden aufgrund der Pandemie keine Einstellungsgespräche mehr geführt. Kurz vor der Schulschließung half uns eine andere Schule mit wenigen Stunden aus, um zumindest den Kursunterricht in der Abiturstufe abzusichern. Mit dem Stundenplan nach den Osterferien haben wir mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zumindest die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Klasse ein Deutschlehrer – wenn auch nicht in vollem Stundenumfang – zugeordnet ist. Diesen konnten Ihre Kinder leider noch nicht persönlich treffen.

Wir streben in den kommenden Wochen weitere Optimierungen an.

Bleiben Sie gesund.
StD Katrin Proschmann


Auswertung Elternbefragung April 2020 – Beschulung zu Hause

Frage 1:

Frage 2:

Unsere Schüler am Gymnasium sind online gut erreichbar.

Probleme treten vorrangig bei jüngeren Schülern auf: kein eigener PC, fehlende Rechnerkenntnisse

Bemerkung:
Dies werden wir in Medienkunde Klasse 5 und in der Flexstunde Informatik in Klasse 8 aufgreifen.

Frage 3 + 4:

Bemerkung:
Ein Großteil der Schüler wurden gut versorgt.  (ca.  63 % der Schüler)
Unterforderte Schüler gibt es leider immer.  (ca. ¼ der Schüler)  →  mehr Differenzierung nötig
Ca. 15 % hatte zu viel zu tun.

Frage 5:

  1. Ich fühle mich in der aktuellen Situation durch die Schule gut informiert.
  2. Die Vorbereitungen in der Schule für den „Unterricht zu Hause“ waren gut.
  3. Mein Kind fühlt sich von den Lehrkräften gut begleitet.
  4. Die Lehrkräfte sind für mein Kind und mich verlässlich erreichbar.
  5. Mein Kind kann auf Aufgaben/Materialien zugreifen, die die Lehrer vorbereitet haben.
  6. Mein Kind bekommt Feedback zu seinen Lösungen.
  7. Mein Kind kommt mit der Situation „Unterricht zu Hause“ insgesamt gut zurecht.
  8. Die (auch telefonische) Erreichbarkeit von Schulsozialarbeiter ist uns bekannt.

Bemerkung:
Erreichbarkeit des Schulsozialarbeiters wurde verbessert. (Kontakt auf Webseite)

Frage 6:

Bemerkung:
Widerspruch zu Frage 3! 45 % haben aus ihrer Sicht zu viele Aufgaben, aber nur 14 % mussten mehr als ihr normales Pensum arbeiten.

Frage 7:

Frage 8:

Bemerkung:
Vor allem jüngere Schüler haben ihre Eltern deutlich in Anspruch genommen, während Schüler ab Klasse 9 meistens allein oder im Klassenchat gearbeitet haben.

Frage 9:

Frage 10:

Wichtiger Hinweis:

Aus Gründen des Datenschutzes und der Vielzahl (ca. 250) der ausgefüllten Fragebögen wurden die Antworten anonymisiert und in inhaltliche Gruppen zusammengefasst.

Von den Eltern werden eine einheitliche Plattform und einheitliche Formate der Aufgabenstellungen gewünscht. So eine Plattform wie Petzold24 spart viel Arbeit bei der Suche und dem Einsammeln der Aufgaben. Hier wird in absehbarer Zeit ganz viel passieren.

Eltern wünschen sich mehr Absprache unter den Kollegen. Dabei geht es auch um eine angepasste Wichtung zwischen den Fächern. Ein Hauptfach sollte auch in dieser Zeit mehr Aufgaben als ein 1Stunden-Fach liefern. Im Idealfach passend zum Stundenplan. Wochenpläne werden gewünscht!

Feedback … Feedback … Feedback. Das Wichtigste für Kinder und Eltern, zeitnah und persönlich. Schnelle Antworten mit Lösungen und Hilfestellungen. Gern auch zu Kernunterrichtszeiten mit Sofortantworten, damit die Kinder weiterarbeiten können. Alle Lehrer müssen erreichbar sein!

Es muss ganz klare Abgabetermine geben! Eine Kontrolle „wenn wir uns wiedersehen“ ist auf keinen Fall ausreichend. Zu den Bewertungen mit Noten gibt es eine ganz klare Linie des Kultusministers, auch wenn ein guter Lehrer schon immer Hausaufgaben objektiv und gerecht bewerten kann.

„Werden wirklich gleich Arbeiten und LKs geschrieben, wenn die Schule wieder startet?“ Auf keinen Fall darf versäumt werden, bei Unterrichtbeginn den Wissensstand der Schüler wieder anzugleichen. Die Schüler waren mehrere Wochen allein!

Alles sollte kurzschrittiger wie in der Schule erfolgen. 3 Wochen-Aufgaben überfordern die meisten Schüler.

„Wir als Eltern sind mit dem Stoff / Sprache / … überfordert. Wir sind keine Pädagogen.“

Die Aufgaben sollten nicht für die Eltern gemacht werden, es sind Aufgaben für Kinder. Dann müssen sie auch so sein, dass ein Fünftklässler allein damit zurechtkommt. Eltern müssen arbeiten.

Der Spagat zwischen Übung und Neuvermittlung von Unterrichtsstoff war hier noch schwieriger zu meistern. Siehe Fragen 4 und 6, hier ist mehr Differenzierung gefragt.

„Des Weiteren ist die Zeit, die am Computer verbracht wurde ein Problem gewesen, da die lange Bildschirmarbeit oftmals Kopfschmerzen zu Folge hatte.“

Aufgaben sollten wie im normalen Unterricht ein großes Spektrum an Tätigkeiten enthalten.

Beim Thema Onlineunterricht (Skype, Zoom…) teilen sich die Meinungen sehr. Ein Teil der Eltern fordert mehr den Einsatz moderner Technik. Zitat: „Ich möchte gern, dass mein Kind laut Stundenplan von früh mit Anwesenheitskontrolle mit dem Lehrer verbunden ist.“  Im Gegensatz dazu stehen klare Meinungen zu den Themen Privatsphäre der Kinder, Datenschutz, zu viel Kontrolle der Kinder durch Lehrer, technische Probleme, Kosten für Kameras und Online-Abhängigkeit. Selbst das „Fernsehen“ von speziellen Unterrichtssendungen wird von einem Teil der Eltern sehr kritisch bewertet. Hier wird es sehr schwierig, einen Konsens zu finden.

Bei der korrekten technischen und rechtlichen Umsetzung ist das Land gefragt. Hier wird (hoffentlich) in absehbarer Zeit ganz viel passieren.

Eltern mahnen an, dass Fächer mit langfristig fehlenden Lehrern nicht vertreten werden. Damit werden Fächer sehr lange nicht unterrichtet.

Namentliche Nennung von Lehrern mit Lob und Kritik: Hier findet eine interne Auswertung mit den betroffenen Lehrern statt. Auch mal einfach ein Lob.

Viel ist auch zu der persönlichen Situation von Eltern und Familien zu lesen.

„Problematisch ist auch Materialien (Ku, MNT, Bücher …) zu besorgen, wenn die Läden zu haben“… „Gibt es eigentlich eine rechtliche Grundlage, dass Eltern einen Rechner mit Internetzugang und Drucker, Scanner zu Hause vorhalten müssen?“

„Ich fände es besser das Schuljahr zu wiederholen.“ „Die Prüfungen sollten ausfallen“ …

„Nutzen Sie die Möglichkeiten, welche die Deutsche Telekom allen Schulen kostenlos anbietet!!! https://geschaeftskunden.telekom.de/zuhause-lernen“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.