Archiv der Kategorie: Medienkunde

Ein Bankraub, ein Salat und 25 Bilder [Video]

Vom 10.1.2011 bis 14.01.2011 besuchten wir, die Klasse 6b, den Offener Kanal Gera (OKG).  Ziel dieser Woche: einen kurzen Zeichentrickfilm selbstständig zu drehen.

Anfangs weihte uns ein Experte in die Geheimnisse des Filmdrehs ein: wie wird die Kamera bedient, wie lassen sich die Trickfiguren bewegen, wie viele Bilder sind für eine Sekunde Film notwendig…

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Die Nibelungen – Darstellung von Szenen mittels Trickfilm

Die Schüler der Klasse 6a trafen am 6.12.2010 8.00 Uhr in den Räumen des Offenen Kanals ein. Nach einer Vorstellungsrunde mit Konzentrationsübungen ging´s zur Sache.

Mirko Pohl – der Betreuer – stellte am PC die Schritte zur Erstellung eines Trickfilms vor. In den Kurzszenen bewegten sich Stühle mit darauf sitzenden Schülern wie von Geisterhand durch den Raum und Schuhe wirbelten durcheinander.

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Fun im OKG

Wir strebten unser Projekt im Offenen Kanal Gera an. Glücklicher Weise fiel es bei uns, der 6b, auf die letzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien.  Daher brauchten wir uns nicht vor schrecklich vielen Hausaufgaben oder mehreren Arbeiten zu fürchten. Aber was wir dann im OKG erlebten, war viel mehr als nur eine Woche ohne Schule.

1. Tag (Montag) :

Es begann mit zwei Anfangsübungen. Zuerst ein Spiel, bei dem jeder seinen Anfangsbuchstaben des Vornamens mit einer Tätigkeit verbinden sollte. Zum Beispiel so: Ich bin der fliegende Felix. oder: Ich bin der jonglierende Jonas. Bei dieser Übung durfte niemand Hemmungen haben, denn er musste die benannte Tätigkeit auch vorführen. Also musste etwa Jonas so tun, als ob er jongliere.

Anschließend kamen dann die ersten filmischen Mittel zum Einsatz: Kamera+ Kopfhörer+ Mikrofon. Nach der „Gebrauchsanweisung“ durfte jeder einmal filmen, etwas ins Mikro sagen und die Kopfhörer aufhaben. Der Schüler, der das Mirkofon hatte, sollte sagen, welche Sendung er am liebsten im Fernsehen gucke und was seiner Meinung nach der größte Mist im TV ist. Die Werbung wurde oft bei den unbeliebten Sachen genannt. Außerdem gab es eine „SIMPSONS- Fan- Gemeinde“. Dieser selbst aufgenommene Film wurde danach geguckt und jeder konnte sehen, wer das Mikro schon gut hielt und wer mit der Kamera wackelte.

Dann war erst mal Frühstückspause angesagt, in der ein paar Jungs selbst mit dem Handy filmten oder mit einer mitgebrachten Kamera Fotos machten.

Als die Pause zu Ende war, durften wir uns die verschiedenen Räume ansehen. In einem Studio gab es ein Mischpult mit vielen Reglern, das viele von uns faszinierte.

Nach diesem Rundgang mussten alle überlegen, was wir filmen wollten, denn das eigentliche Ziel dieser Woche war es ja, einen Film, was nicht heißt, dass es ein Spielfilm sein musste, zu drehen, der dann auch gesendet werden kann. Dazu wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, und jede Gruppe musste nach einer halben Stunde einen gut durchdachten Vorschlag bringen. Als die Zeit um war, setzten wir uns wieder zusammen und suchten  Punkte für und wider die Sache. Was dabei herauskam, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

Da dies nun auch geklärt war, wurden noch die Leute für die Technik bestimmt, also diejenigen, die dann filmen und den Ton aufnehmen. Dabei gab es allerdings Streit, was schade war, und so musste unser Leiter aussuchen, wer dafür verantwortlich sein sollte. Nun wurden noch die „Drehbuchautoren“ gesucht, wobei sich diesmal aber schnell zwei Leute fanden, und der Dritte ließ sich auch rasch überzeugen. Das war es dann für den ersten Tag, und wir konnten pünktlich 12 Uhr nach Hause gehen.

2. Tag (Dienstag) :

Heute war Frau Ebeling, unsere Deutschlehrerin, bei uns, weil Herr Petzold keine Zeit hatte. Als Erstes spielten wir ein Erwärmungsspiel, das uns eine Menge Spaß machte. Nach dem Spiel zogen sich die Drehbuchschreiber zurück und suchten Ideen für das Drehbuch. Die Techniker und Schauspieler übten mehr in der Praxis. Sie filmten einen kurzen Film, nur zum üben. Danach gab es erst einmal eine Pause, wir aßen und tranken uns satt, weil es danach weiterging. Wir setzten uns in einen Stuhlkreis und besprachen alles. Zuerst teilten wir die Rollen ein, z.B. dass Manuel der Hausmeister und Annika die Lehrerin ist. Natürlich brauchten wir Requisiten um den Film drehen zu können. Wir wollten eine Klasse filmen die in der Schule übernachtet und deren Lehrerin in der Nacht verschwindet. Dabei verbreiten sich Gerüchte, dass ein Phantom die Lehrerin eingefangen hat. Die Schüler durchsuchen die Schule, ohne Erfolg. Als es schließlich Tag wird, schließt der Hausmeister die Tür auf und findet die Lehrerin.

Ich freute mich auf den nächsten Tag, da wird endlich gefilmt!

3. Tag (Mittwoch) :

Der Mittwoch stand unter dem Motto „Drehen, drehen, drehen“. Und wirklich, am dritten Tag wurde zum ersten Mal an unserem Film gedreht. Doch, schon festes Ritual geworden, begann der Tag wieder mal mit einer Anfangsübung. Diesmal  ging es darum, sich einen Beruf auszudenken, den es eigentlich gar nicht gibt, wie zum Beispiel „Wimpernausreißer“, oder „Mundzuhalter“. Nachdem die Berufe zweimal genannt wurden, musste sie, das war das Ziel des Spiels, eigentlich jeder kennen. Trotzdem versprachen sich immer wieder einige.

Nach der Übung wurde alles für den ersten Dreh geklärt. Es folgte eine Vorbereitungspause.

In dem Film sollte es um eine Klasse gehen, die in der Schule übernachtet, wobei aber die Lehrerin auf mysteriöse Weise verschwindet.

Der erste Dreh erfolgte draußen. Dabei wurden die Schüler, Schülerinnen und die Lehrerin auf ihrem Weg in die Schule gezeigt. Wir merkten aber schon beim ersten Drehen, wie anstrengend dies ist. Ständig musste die Szene noch einmal gedreht werden, da wir nicht so wie vorgesehen spielten oder der Kameramann einen Fehler machte. Nachdem wir das alles im Kasten hatten, war noch mal Pause. Diesmal aber länger, zum Frühstücken.

Jetzt hatten sich alle gestärkt und es wurde im „Klassenzimmer“ gedreht. Dies war jedoch viel anstrengender als draußen. Wir wurden nämlich aus verschieden Perspektiven gefilmt. Das heißt einmal von vorn, also aus der Sicht der Lehrerin, dann auch mal aus der Nähe. Die Schwierigkeit bei der Nahperspektive bestand darin, dass man nicht in die Kamera gucken durfte, denn das wäre unrealistisch.

Nach diesen Anstrengungen war schon wieder Pause. Darauf sollten aber die letzten Dreharbeiten für diesen Tag folgen, es wurde noch eine „Biologie- LK“ geschrieben.

Der Mittwoch war geschafft und wir konnten pünktlich um 12 Uhr den Offenen Kanal verlassen.

4. Tag (Donnerstag) :

Heute war es unser Ziel, den Film zu Ende zu drehen. Wieder gab es zur Erwärmung ein Spiel. Diesmal legten wir die rechte Hand auf den linken Schenkel des rechten Nachbars, die linke Hand auf den rechten Schenkel des linken Nachbars. Einer fing an, dem anderen auf den linken Schenkel zu klopfen, der macht dasselbe bei seinem rechten Nachbarn. Das Gleiche auch nach links. Bei diesem Spiel musste man sich sehr konzentrieren. Danach fingen wir an zu drehen. Wir brauchten Schlafsäcke, Taschenlampen und Zahnputzzeug. Wir drehten die Stelle, in der wir uns für das Schlafengehen bereit machten. Die Lehrerin belehrte uns und der Hausmeister sprach ein ernstes Wörtchen mit uns, wie wir uns verhalten sollen. Danach durften wir Schüler gehen. Die Lehrerin, der Hausmeister und das Technikteam drehten noch die Stelle, an der die Lehrerin ausgeschlossen wird.

5. Tag (Freitag) :

Heute mussten wir den Film zu ende drehen .Wir machten diesmal kein Erwärmungsspiel, weil wir dadurch Zeit sparen konnten. Also machten wir uns ran ans drehen. Wir drehten nun die Stelle an der Frau Konz zu uns Kindern kommt und wir sie dann überraschen. Wir drehten noch das, was Frau Konz denkt, als sie uns allein gelassen hatte, z. B.  dass die Jungs eine riesengroße Zigarette rauchen und die Mädchen Alkohol zu sich nehmen. Danach mussten wir einige Tonaufnahmen noch einmal drehen, weil die Qualität nicht gut war. Jetzt, als alle Aufnahmen im Kasten waren, durften wir uns alles angucken. Da wir noch nichts geschnitten hatten, macht das eine Gruppe von Schülern, die sich freiwillig gemeldet hatte, nach den Ferien. Da wir am Ende unseres Projektes angekommen waren, räumten wir sorgfältig auf, setzten uns in einen Stuhlkreis und besprachen, was uns allen gefallen hat und was wir nicht so gut fanden. Nach einer interessanten, erlebnisreichen Woche mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten wir uns und verließen den OKG.

von

Jonas Brock und Felix Lorber