Gründerpreis für Schüler 2011

Gute Ideen gut verkaufen!

Fünf Teams aus Gera und dem Landkreis Greiz bewerben sich um den Gründerpreis für Schüler 2011 − Zehn Wochen nach Start des Planspiels zeigen sie einer Jury wie weit sie gekommen sind.

 

Die Idee ist gut und so muss sie auch verkauft werden. Wer vor potentiellen Geldgebern
schlecht vorbereitet ist, gar allzu oft auf seine Karteikarten schielt oder die Hände in den
Hosentaschen versteckt – der kann nicht mehr viel gewinnen. Dass neben einer pfiffigen Geschäftsidee eben auch die Präsentation stimmen muss, haben fünf Schülergruppen gestern gelernt.

Vier Teams aus dem Geraer Zabelgymnasium und eines vom Berufsbildungszentrum Greiz machen mit bei der diesjährigen Runde des Deutschen Gründerpreises für Schüler. Einer Jury haben sie gestern Nachmittag im Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera- Greiz gezeigt, wie weit sie in den zehn Wochen seit Wettbewerbsstart gekommen sind. Erstaunlich weit – so das Fazit von Jurymitglied Dr. Merle Fuchs, die bis vor kurzem das Technologie- und Gründerzentrum in Gera leitete und die nun das Thüringer  Netzwerk für Innovative Gründungen führt. „Zeit einzuteilen, im Team zu arbeiten,  Probleme zu lösen, Projekte zu strukturieren und alles vernünftig zu präsentieren – all das können die Schüler hier lernen“, sagte Fuchs.

Besonders gute Chancen räumt sie jenen  Zabelschülern ein, die einen Natur- und Erlebnispark namens „Green Park“ gründen  möchten. Die Idee passt in eine Welt, die geprägt ist von Debatten um erneuerbare Energien, Umweltschutz und Kohlendioxid-Senkungen. Bianca Brehme, Michelle Gierth, Annika Schiffner und Manuel Rzadkowsky überzeugten die Jury außerdem mit  Team-Kleidung, Logo und Unternehmensphilosophie.

Als starkes Team präsentierten sich  auch die Greizer, die  mit „Singing Notes“ nicht nur Musik im Internet verkaufen, sondern auch regionale Bands vermarkten möchten. Sie hatten eine ausführliche Chancen- Risiken-Analyse vorgelegt. Sylvia Frodl von der Sparkasse und Merle Fuchs empfahlen den  Jugendlichen, sich auf eine Zielgruppe zu beschränken und damit eine Nische zu besetzen. Das tun die fiktiven Unternehmer von „Ha detto automatico“. Dieser Automat soll Sprache in Schrift umwandeln. Mit vielen detailreichen technischen Informationen haben sie die Jury jedoch arg beansprucht. „Ihr müsst zu den Menschen sprechen“, sagte Sylvia Frodl.

Ganz nah dran an den Menschen sind die Gründer von „sing’n’wash“. Die Geraer wollen aus der Leidenschaft, beim Duschen zu singen, ein Geschäft machen: ein Duschkopf mit integriertem Mikrofon. Grandiose Marketingstrategien böten sich hier, gab Merle Fuchs etwa den Tipp für einen Karaoke-Wettbewerb. Auf nackte Zahlen sollen sich die Mädchen von „sound’n’easy“ konzentrieren. Sie wollen Kopfhörer entwickeln, die sich nicht verknoten. Merle Fuchs gab den Tipp, doch hochzurechnen,  wie viel Lebenszeit
man damit zubringt, verhedderte Kabel zu entwirren.

Die Jury sei begeistert von den Geschäftsideen. Doch für den Endspurt müssten die Teilnehmer noch einmal kämpfen. Bis zum 17. Mai haben sie Zeit, die fiktive Unternehmensgründung perfekt zu machen.

Quelle OTZ 12. Mai 2011 Katja Schmidtke

Von der Geschäftsidee zur Unternehmensgründung: Am Gründerpreis für Schüler beteiligen sich Annika Schiffner, Manuel Rzadkowsky, Bianca Brehme, die Unternehmenspatin und Lehrerin Gabriela Giera und Michelle Gierth (von links). Sie holen sich letzte Tipps und Tricks von Sylvia Frodl (rechts), Mitarbeiterin der Sparkasse und in der Geraer Gründerpreis-Jury.

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